Schwachstellenanalysen im baulichen Brandschutz

Gebäude werden so errichtet, dass die Ausbreitung von Feuer und Rauch durch Bauteile mit einem entsprechenden Feuerwiderstand – insbesondere durch Wände, Decken – verhindert wird.

Während der Gebäudenutzung werden allerdings immer wieder Veränderungen an der Bausubstanz vorgenommen. Dabei werden z.B. Durchbrüche geschaffen oder Leitungen durch brandschutzrelevante Gebäudeelemente verlegt. Dies führt zusammen mit den unvermeidbaren Verschleißerscheinungen dazu, dass die Umsetzung des baulichen Brandschutzes geschwächt wird. Das Ziel einer Schwachstellenanalyse im baulichen Brandschutz ist die Identifikation von Mängeln im baulichen Brandschutz, über die sich ein Brand innerhalb eines Gebäudes ausbreiten kann.

Dazu wird zunächst die vorhandene Dokumentation zum Brandschutz gesichtet. Besonders wichtig sind hier die Baugenehmigung und – soweit vorhanden – das entsprechende Brandschutzkonzept. Auch zusätzliche Dokumente, wie z.B. Feuerwehr- oder Brandschutzpläne sind für die Vorbereitung bedeutsam.

Anschließend wird durch eine Begehung überprüft, ob der bauliche Brandschutz in den betroffenen Objekten noch dem genehmigten Bestand entspricht. Die vorgefundenen Abweichungen und Umsetzungsmängel werden ausführlich dokumentiert. Anschließend wird gemeinsam beraten, welche Maßnahmen für eine Wiederherstellung des baulichen Brandschutzes in Frage kommen.